Die Sicherung des Kindeswohls in der Begleitung psychisch erkrankter Eltern und ihrer Kinder; eine 1-tägige Fortbildung
Seminar-Nr.: S79908.12.2026
Das bringt Ihnen die Teilnahme an der Fortbildung u.a.:
- Sensibilisierung für den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
- Handlungssicherheit im Umgang mit Kindeswohlgefährdung
Dozent/in: : Frau Dagmar Gertulla, Diplom-Sozialpädagogin, Systemische Familientherapeutin (SG) und Supervisorin (SG), Heilpraktikerin auf dem Gebiet der Psychotherapie (HeilPrG), freiberuflich tätig als Supervisorin, Coach und Fortbildungsreferentin – www.systemsicht-gertulla.de. Langjährige Leitungstätigkeit bei DIE BRÜCKE Lübeck und Ostholstein mit den Schwerpunkten Eingliederungshilfe Sozialpsychiatrie, Unterstützung von Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil.
Dozent/in: : Frau Wiebke Sonnenberger, Sozialarbeiterin B.A., Ergotherapeutin, Insoweit erfahrene Fachkraft für Kindeswohlgefährdung (gem. § 8a und § 8b SGB VIII), Systemische Paar und Familientherapeutin (SG), Leitung der Familienhilfen der BRÜCKE Lübeck und Ostholstein mit dem Schwerpunkt psychische Belastungen in Familien, Prävention seelischer Gesundheit in der Schule.
Seminar-Inhalt
Wenn Kinder die emotionale Unterstützung ihrer erkrankten Eltern übernehmen und es zur Rollenumkehr im Familiensystem kommt, so ist dies häufig ein stiller und schleichender Prozess. Die Kinder benötigen in diesen und in anderen sie belastenden Situationen dringend Hilfe von stützenden Erwachsenen, damit frühzeitig mögliche Gefahren für ihr Wohl erkannt und abgewendet werden können. In der professionellen Begleitung von Familien haben wir häufig in der Kooperation mit unterschiedlichen Helfersystemen zu tun. Nicht immer gelingt die Zusammenarbeit wie erforderlich. Besonders in Fällen von Kindeswohlgefährdungen kann dies zu erheblichen Belastungen für alle Beteiligte führen.
In der Theorie und mit Beispielen aus Ihrer Praxis wollen wir uns dem Thema nähern. Der Schwerpunkt der Fortbildung liegt darauf, Kindeswohlgefährdungen systematisch und sicher unter Hinzuziehen einer INSOFA (insoweit erfahrenen Fachkraft) innerhalb der Organisation einzuschätzen, zu bewerten und weitere notwendige Schritte zu planen. Mithilfe von anonymisierten Fallbeispielen sollen Bedürfniskollisionen sichtbar gemacht und hilfreiche Interventionen aus dem Praxisalltag gesammelt werden
Inhalte:
- Haltungsfragen in der Arbeit mit den Familien
- Risiken elterlicher psychischer Erkrankungen für die Entwicklung der Kinder
- Beziehungs- und Netzwerkarbeit im Spannungsfeld Hilfe und Kontrolle
- Gefährdung des Kinderwohls: Einschätzung, Unterstützungsmöglichkeiten und Schutzkonzepte
- Beispiele aus der Praxis mit anonymisierter Fallberatung
Ziele:
- Sensibilisierung für den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
- Stützung der elterlichen Rolle
- Handlungssicherheit im Umgang mit Kindeswohlgefährdung
- Stärkung von Kooperationen im Netzwerk
Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende aus Sozialpsychiatrie und Jugendhilfe sowie an alle, die beruflich mit und für die Zielgruppe tätig sind.

