incl. Sicherheitstraining; eine praxinahe Fortbilung über 2 Tage
Seminar-Nr.: S80114.12.2026
Ziel der Fortbildung ist es, alle Möglichkeiten der Deeskalation zu nutzen, um psychische und physische Beeinträchtigungen oder Verletzungen bei beteiligten Personen zu verhindern.
Dozent/in: : Herr Udo Gerigk Dipl. Sozialpädagoge, Anti-Gewalt-Trainer, Deeskalationstrainer, Lehrtrainertätigkeit im Bereich Psychiatrie, Forensik, Somatik, Jugendhilfe, Ämter und Behörden, im Sozialdienst der Psychiatrie tätig gewesen, Fortbildung in transkultureller Beratung, vereidigter Dolmetscher für die türkische Sprache im Rahmen der Therapie von traumatisierten Flüchtlingen, Kampfsporttrainer
Seminar-Inhalt
In Institutionen des Gesundheits-, Bildungs-, Sozial- und Verwaltungswesens, ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten „aggressiver“ Verhaltensweisen und angespannter Situationen deutlich erhöht. Daher besteht in diesen Bereichen eine besondere Notwendigkeit, sich mit der Entstehung von Gewalt und Aggression auseinanderzusetzen.
Inhalt Tag 1
Einführung
- Kurzvorstellung Professionelles Deeskalationsmanagement
- Definitionen
- Vorstellung vom Kreismodell (Deeskalationsstufen 1-7)
Deeskalationsstufe 1
- Anspannungsauslösende Reize bei Klient*innen und Mitarbeitenden und deren Hintergründe
Deeskalationsstufe 2
- Wahrnehmung, Interpretationen und Fehlbewertungen der Verhaltensweisen von Klient*innen
- Betrachtung des systemischen Eskalationskreislaufes und Darstellung des „professionellen Beziehungsmuster“ (Verhaltenskompetenz)
- Sensibilisierung zum Thema „Macht“
- Macht und Machtlosigkeit von Mitarbeitenden und Klient*innen
Deeskalationsstufe 3
- Verständnis der Ursachen und Beweggründe abwehrender, herausfordernder oder aggressiver Verhaltensweisen von Klient*innen
Deeskalationsstufe 7
- Kollegiale Erstbetreuung für Mitarbeitende nach Vorfällen
- Systemische Nachbearbeitung / Aufarbeitung von Vorfällen
Inhalt Tag 2:
Deeskalationsstufe 4
- Einführung in die Grundlagen der verbalen Deeskalation
- Sicherheitsaspekte im Umgang mit hochspannten Klient*innen
- Verbale Deeskalationstechniken in der Kommunikation mit abwehrenden, herausfordernden, aggressiven Klient*innen
- Intensives Situationstraining mit Videoauswertung und Nachtraining sowie freies Training
Methoden: Theorie-Input, Diskussion, Teilnehmerzentrierte Interaktion, Flipchart / Visualisierungen, Gruppenarbeit, Demonstrationen, Trainingsvideos, Situationstraining
Das Situationstraining mit anschließender Videoauswertung, sowie einem Nachtraining von Schlüsselsituationen steigern nachhaltig die Verhaltenskompetenz im Umgang mit abwehrendem, herausforderndem, „aggressiven“ und befremdlichem Verhalten von Klient*innen. Der Schwerpunkt der Fortbildung ist Praxisbezug (Beispiele der Teilnehmenden) und Training unter Anleitung des Dozenten.
Zielgruppe: Entscheidungsträger, Mitarbeiter*innen aller Bereiche im direkten Kontakt mit Klient*innen

